„Windschatten“

Der Windschatten ist beim Radsport das wichtigste und am häufigsten eingesetzte taktische Mittel. Derjenige, der im Windschatten fährt, spart laut Hochrechungen 30% Energie. Das ist viel, wenn man bedenkt, wie viel Kraft man für so ein Radrennen benötigt.

Das taktische Mittel Windschatten funktioniert so, dass sich ein Radfahrer an das Hinterrad seines Vordermanns hängt. Dieser bricht den Windwiderstand für den Hintermann und lässt ihn entspannter fahren. Bei großen Radrennen ist es sogar so, dass die Fahrer an der Spitze richtig hart arbeiten und die Fahrer in der zweiten Reihe nur ab und zu mal trampeln müssen. Das ist der Effekt des Windschattens. Doch es gibt gute und weniger gute Windschatten. Drei Kriterien, helfen uns den besten Vordermann zu finden:

1. Er muss gut sein

Gott bietet uns einen guten Windschatten an. Einen, in dem wir Ruhe finden und Kraft sparen. David, ein Mann der lange Zeit am Hinterrad Gottes gefahren ist, schreibt: „Wer im Schutz des Höchsten lebt, der findet Ruhe im Schatten des Allmächtigen“. (Psalm 91,1 Übersetzung: ‚Neues Leben’) Ruhe finden heißt, wir müssen uns nicht länger abstrampeln, um Anerkennung zu bekommen. Gott sagt Dir: ‚Ich liebe dich‘ und das tut er bedingungslos.

2. Er muss vertrauenswürdig sein

Stell’ Dir vor, Dein Vordermann kennt den Weg nicht und Du fährst ihm in hohem Tempo hinter her. Du wirst nicht ans Ziel kommen und je schneller Du bist, desto fataler sind die Folgen. Gott ist absolut vertrauenswürdig „Wer zum Herrn aufschaut, der strahlt vor Freude, und sein Vertrauen wird nie enttäuscht“ (Psalm 34.6) so sagt es die Bibel. David ist von einem tollen Rennen am Hinterrad Gottes überzeugt. Man ist sich sicher, mit ihm auf dem richtigen Weg zu sein.

3. Er schützt dich

Ein guter Vordermann zeigt Dir Stellen an, die selbst gute Fahrer zu Fall bringen könnten. Die schmalen Reifen der Rennräder reagieren auf die kleinsten Unebenheiten im Asphalt. Schlaglöcher oder Kanaldeckel können Reifenschäden und schwere Stürze zur Folge haben. Es ist toll einen Windschattenspender zu haben, der einem diese Dinge anzeigt und so durch die schwierigen Passagen des Lebens manövriert. „Auf sicheren Wegen leitet er mich, dafür bürgt er mit seinem Namen.“ So drückt es David aus. (Psalm 23.3) Vielen Radfahrern ist es unangenehm, wenn jemand die ganze Zeit an ihrem Hinterrad hängt. Mit eindeutigen Gesten versuchen sie den Hintermann zur Führungsarbeit zu animieren. Jesus ist anders. Er fordert uns einfach nur auf, seinen Windschatten zu nutzen. ‚Folge mir nach!“ (Lukas 5.27) sagt er. Folgst Du ihm nach? Das Hinterrad von Jesus ist das beste, das Du erwischen kannst. Er ist gut, vertrauenswürdig und schützt die, die ihm Vertrauen schenken.

Alex Zöller/Daniel Mannweiler
SRSjugendsport

Quelle:
SRS PRO SPORTLER e.V. 57610 Altenkirchen
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