Alles im Griff?

Die Nachricht von Michael Ballacks WM-Aus erschütterte am Montag Fußball-Deutschland. Durch die schwere Verletzung am Sprunggelenk, zugezogen am Samstag im englischen Pokalfinale nach einem brutalen Foul, ist eine WM-Teilnahme nicht möglich. Mit einer Pause von mindestens acht Wochen ist zu rechnen.

Nach dem Verpassen des Finales bei der WM 2002 wegen einer Gelbsperre und dem dritten Platz bei der WM 2006 in Deutschland, wäre das Turnier nun in Südafrika wohl die letzte Möglichkeit für den 33-jährigen gewesen, mit der Deutschen Nationalmannschaft Weltmeister zu werden.

„Das ist natürlich sehr enttäuschend, aber man muss das akzeptieren. So ist Fußball, es muss irgendwie weitergehen“, war seine erste Reaktion.

Nichts im Griff!

Allerdings nichts mehr im Griff! Die WM findet definitiv ohne Michael Ballack statt. Die Frage nach dem „Warum?“ wird er sich vermutlich stellen, bleibt aber wahrscheinlich unbeantwortet.

Vor ein paar Wochen ordnete unser Kinderarzt umfangreiche Untersuchungen für unseren sechsjährigen Sohn Max an, da er öfters über Bauch- und gelegentlich über Kopfschmerzen klagte. Wenn dann dein Kind komplett durchgecheckt wird, unter anderem durch eine Kernspin-Tomographie im Kopfbereich, machst du dir ernsthaft Sorgen, was da alles rauskommen könnte.

Unheilbare oder chronische Erkrankung? Oder langwieriger Heilungsverlauf? Wie würde das unser bisher geregeltes Familienleben durcheinander bringen? Warum?

Im Sport oder in unserem Leben stoßen wir oft an unsere Grenzen, gerade wenn es um unsere Gesundheit geht. Wir merken, wir haben nichts im Griff, sind machtlos. Nicht umsonst wünschen sich die Menschen GESUNDHEIT. Ein Gut, das auch mit allem Geld der Welt nicht gekauft werden kann.

Wie reagieren wir also in solchen Situationen? Was trägt, wenn wir den Boden unter den Füßen verlieren? Wenn die Frage nach dem „Warum?“ absolut erlaubt ist, aber unbeantwortet bleibt? Also in richtigen Krisenzeiten, wo wir weder ein noch aus wissen? Machtlos! Nichts mehr im Griff!

Alles im Griff!

In solch sorgenvollen Zeiten helfen mir die Zusagen der Bibel zu diesem Thema:

Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!

1. Petrus 5, 7

Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm.

Philipper 4, 6

Gott hat alles im Griff. Er hat den Überblick. Er hat uns geschaffen und weiß, was gut für uns ist. Die Bibel beschreibt ihn als unseren himmlischen Vater, der uns viel mehr Gutes tut, als unsere Eltern je können (Matthäus 7, 11).

Ich habe es so in den unterschiedlichsten Situationen erlebt und habe mich entschieden, das so zu glauben, auch wenn die Umstände dagegen sprechen.

Hast du dieses Grundvertrauen zu Gott? Egal, wie es dir im Moment geht oder was auf dich zukommt? Ich finde es sehr wichtig, dass du dir diese Frage stellst und für dich eine Antwort findest…

GOTT SEI DANK!

Die Untersuchungen bei meinem Sohn haben im Übrigen keinen Verdacht bestätigt und er wurde als gesund aus dem Krankenhaus wieder entlassen.

Mir ist durchaus bewusst und habe es auch schon erlebt, dass es nicht immer so gut ausgeht wie bei meinem Sohn.

Und trotzdem wünsche ich uns in allem, was uns widerfährt – ob positiv oder negativ –, dieses Grundvertrauen zu unserem himmlischen Vater!

Bernd Krauß

Quelle:
SRS PRO SPORTLER e.V. 57610 Altenkirchen
www.srsonline.de