Euer Herz erschrecke nicht
Dieser Beitrag stammt aus den Mailandachten des SRS pro Sportler e.V.
Alle Beiträge zum Thema: SRS Mailandacht
Euer Herz erschrecke nicht: Glaubt an Gott und glaubt an mich
Johannes 14, 1
Was für eine Zusage am Anfang des neuen Jahres. Jesus Christus selbst spricht uns zu: Unser Herz soll sich nicht fürchten, nicht erschrecken. Andere Übersetzungen schreiben: Habt keine Angst!
In der Tat gibt es zu Beginn dieses neuen Jahres eine Menge Situationen um uns herum, die uns das Fürchten lehren könnten. Weltweit, in Europa, in Deutschland und vielleicht auch in unserem engsten Umfeld. Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst, dass Freiheit und Frieden gefährdet sind, Angst vor sozialer Kälte, Angst vor eigenem Versagen. Es gibt viele Nachrichten, die uns erschrecken. Das Ende des letzten Jahres hat uns dies, gerade auch im Sport, deutlich gemacht.
Da können wir diese Zusage Jesu gut gebrauchen. Und dieser Mut machende Zuspruch bekommt eine noch tiefere Dimension, wenn man bedenkt, in welcher Situation Jesus dieses Wort spricht. Jesus informiert seine Jünger über die vor ihm stehenden Tage, sein Sterben, aber eben auch über den Verrat des Judas und die Verleugnung durch Petrus. Seine engsten Mitarbeiter lassen ihn im Stich. Er muss den Weg tiefster Erniedrigung, schlimmster Misshandlung und grausamen Sterbens gehen. Und doch sieht Jesus in diesem Moment die Situation der Jünger. Völlig entsetzt und geschockt fragen sie sich, was dies alles bedeutet.
Doch der Zuspruch Jesu ist nicht ein billiges „Wird schon werden“, sondern gebunden an eine konkrete Möglichkeit schwierige Situationen und Ereignisse zu meistern. Der Glaube ist dabei der Schlüssel für ein mutiges Weitergehen. Nicht irgendein Glaube, nicht beliebig, nicht selbst definierbar, nicht allgemein, sondern sehr konkret in zweifacher Hinsicht:
- Der Glaube an den allmächtigen Gott, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott, der sich in der Geschichte seines Volkes und in der persönlichen Geschichte seiner Kinder bis heute offenbart, Auch in deiner persönlichen Geschichte.
- Es ist der Gott, der in seinem Sohn Jesus Christus Mensch wurde. Daran haben wir gerade in den letzten Tagen besonders gedacht. Der Glaube, dass Gott als Mensch auf die Erde kam fordert auch den Glauben an diesen Jesus. „Glaubt an mich“ ist die Konkretisierung. Der Glaube an die Notwendigkeit seines Sterbens und seiner Auferstehung, aber auch der Glaube, dass dies der einzige Weg zum lebendigen Gott ist. Nur wenige Sätze später sagt Jesus genau das! (Johannes 14, 6).
Ich wünsche dir ganz konkret, dass du diese Erfahrung in diesem Jahr machen kannst. Mit Jesus Christus in unserem Leben verlieren die Ängste um die Zukunft ihren Schreckenscharakter. Mit ihm können wir die Herausforderungen in diesem Jahr – familiäre, berufliche, sportliche, – mutig und mit frohem Herzen angehen.
Gott segne dich!
Hans-Günter Schmidts
Leiter SRS
