Zu Hause sein
Dieser Beitrag stammt aus den Mailandachten des SRS pro Sportler e.V.
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Das ist mir haften geblieben: Anlässlich eines Besuches in einem Olympiastützpunkt meinte der dortige Laufbahnberater, dass Athleten, die von einem sicheren Zuhause aus im Sport agieren, auf der weit positiveren Seite für ihre sportliche Karriere stehen als solche, wo dies nicht so gegeben ist. Ein solcher „Heimathafen“ sei geradezu notwendig.
Rückhalt
In gleicher Weise ist es von großer Bedeutung, wo ich innerlich zu Hause bin, wo ich hingehöre, wo meine Wurzeln sind. Von ihrem Zuhause sprachen viele Leistungsträger bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Ganz deutlich und mit Nachdruck die beiden Doppel-Goldgewinnerinnen, Magdalena Neuner und Maria Riesch. Ein Zuhause und Leistung hängen zusammen. Man bleibt viel eher „auf dem Boden“, weil man daheim der sein kann, der man ist.
Das gilt für jeden, auch wenn es nie zu einer Goldmedaille reichen wird. Wir brauchen eine Heimat. Nicht jeder Sportler hat das Glück, dass hinter ihm auch für den Sport eine intakte Familie steht. Doch jeder hat die Chance, in der Familie Gottes eine neue, nie für möglich gehaltene Geborgenheit, Frieden und Zukunft zu finden – und den angestauten Ballast in Form von Verstrickungen, Hindernissen, Fehlverhalten, Ruhelosigkeit und Sinnlosigkeit, Sünden los zu werden.
Beim Hofbeamten des Königshauses kamen zur Zeit Jesu die zwei wesentlichen Eckpfeiler zusammen, die das Leben hier und das ewige Leben bestimmen: Nachdem der schwer erkrankte Sohn dieser Familie von Jesus wieder „auf die Beine“ gebracht worden war, reagierte der Vater:
„Und er glaubte mit seinem ganzen Haus.“
Johannes 4, 53b
In der ersten Christenheit waren es die Häuser mit ihren mutigen Bewohnern, die Ausgangspunkt für die Verbreitung der guten Botschaft von Jesus Christus geworden sind.
Im neuen SRS – Zuhause
Es war für mich schon recht bewegend, als wir gestern Morgen als SRS-Mitarbeiter zum ersten Mal in unserer neuen „Heimat“, dem SRS Sport- und Seminarzentrum Glockenspitze, zum Beten und Danken zusammengekommen waren. Einen Tag vorher war es wahr geworden:
Wir sind umgezogen. In unserer neues Zuhause. Das Bürogebäude neben dem Hotel beherbergt die SRS-Familie und natürlich auch die Redaktion dieser Sportandachten. Viele Hände hatten vorher mit Hand angelegt, dass das wahr werden konnte.
Staunen
Als ich mit dieser Arbeit vor fast 40 Jahren angefangen habe, war ich dankbar, irgendwo in einem Büro an einem kleinen Schreibtisch ein Plätzchen zu finden. Und jetzt sind es viele wunderschöne Büros mit vielen Schreibtischen geworden. Aber was noch viel entscheidender ist: Unser „Haus“ bleibt mit seinen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern Ausgangspunkt in die Welt des Sports hinein. Und auch die Adresse passt haargenau: „Im Sportzentrum 2“!
In der Bibel ist vom Haus weit über 1000 x die Rede. Richtig zu Hause sein, so wie der Hofbeamte, das steht jedem heute offen, Gott sei Dank auch dir und mir.
Helmfried Riecker
