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Alle Beiträge zum Thema Nachgedacht

Saisonziele 13.11.2019

Vier unserer Vereins-Mannschaften stehen auch dieses Jahr wieder voll im Wettbewerb und sind fleißig am Punkte sammeln.
Dabei reisen die Herren immer wieder quer durch Sachsen und sammeln wieder einmal genügend Punkte für ein Platz in der oberen Tabellenhälfte der Sachsenklasse ein. Sollen diese Punkte dem Aufstieg dienen?

Die Volleyfische, unsere Pieschener Volleyballer von Black-Orange und das Strießener Team Megahertz duellieren sich sogar in derselben Liga, der Christlichen Volleyball Liga (CVL). Da wird es spannend, wer die interne Meisterschaft gewinnt. Aber vor allem, ob es einem der Drei gelingt dieses Jahr den Titelverteidiger zu entthronen und nach den 12 Duellen selbst den erhofften Pokal in die Höhe zu stemmen. Wie schwer wird der wohl sein?

Viele Spiele, welche bei so vielen einzelnen Angriffen, Luftduellen und vielleicht auch manchen Netzrivalitäten schnell den Blick fürs Wesentliche vergessen lassen. Zielt man auf den Gesamtgewinn oder doch nur einzelne Momente?

Wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft.

Die Bibel – 2. Timotheusbrief 2,5

Die Bibel erinnert uns immer wieder an verschiedene Wettkämpfe im Leben. Doch vor allem erinnert sie uns, ob wir das richtige Ziel im Fokus haben. Der oben stehende Bibelvers lässt einen sicher auch über den eigenen regelkonformen Umgang sowie das Fair-Play nachdenken. Doch vor allem richtet er mich als Leser auf den Siegeskranz des Glaubens aus.
Denn wer weiter ließt, entdeckt, worum es wirklich geht. Ja man entdeckt, welcher Pokal am Ende der Saison nicht verstauben wird:

„Halt im Gedächtnis Jesus Christus, … damit auch sie durch Jesus Christus gerettet werden und an der ewigen Herrlichkeit teilhaben. „

Vers 8 & 10

Diesen Jesus wollen wir auch als Sportler mehr als nur im Hinterkopf behalten. Denn eine Person, der allein schon die Auferstehung von den Toten zugerechnet wird, sollte man doch nicht ungeachtet lassen. Jesus Christus ist zu wesentlich für das Leben, als das man ihn aus dem Blick verlieren darf.

Paulus, der Autor dieses Bibeltext, spornt seinen Ziehsohn und Freund Timotheus persönlich dazu an, dass Jesus das Saisonziel ist. Die mit ihm verbundene Rettungsbotschaft, das Evangelium, ist herrlicher als aller in der Welt zu findender Sieg. Wunderbarer, als jede noch so glamourös inszenierte Ruhmeshalle. Um Jesus herum existiert eine ewige Herrlichkeit. Und an dieser Feier wollen wir – wie Paulus – andere mit teilhaben lassen.

Sportandacht 09.06.2017

Dreierpack

Fußball ist großartig, zumindest meistens. So geht es jedenfalls mir. Das Champions League-Finale am vergangenen Samstag hat wieder einmal großartige Leistungen gezeigt. Die siegenden Real Madrid-Stars haben danach immer wieder die Mannschaftsleistung und den Teamgeist hervorgehoben.

Doch manche Ereignisse, Entscheidungen und Entwicklungen passen nicht in das Bild von Begeisterung, Freude am Sport und Teamgeist. Nehmen wir die Beispiele der Trainerdiskussionen und Entscheidungen der letzten Wochen. Oder die Situation von 1860 München (Abstieg in die dritte Liga).

Natürlich haben wir keine internen Kenntnisse. Und doch scheint es offensichtlich, dass persönliche Beziehungen, eigene Ziele, kommerzielle Interessen und politische Machtspiele, den Verein, die sportliche Situation und damit verbunden, etliche Spieler und Mitarbeiter enorm beeinflussen. Es ist dabei leicht, auf Funktionsträger zu schimpfen und globale Entwicklungen zu kritisieren.

Doch wie könnte man in einer solchen Situation handeln? Wie würde ich in prekären Lagen, wo es sich um Konflikte und schwierige Entscheidungen dreht, vorgehen?

Als man Jesus in eine Falle lockten wollte und ihm scheinheilige Fragen nach Prioritäten stellte, antwortet er wie folgt:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das größte und wichtigste Gebot. Ein zweites ist ebenso wichtig: Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst.“ Matthäus 22,37f

Es geht also primär um Beziehungen:
* Beziehung zu mir selbst
* Beziehung zum anderen
* Beziehung zu Gott

1. Die Beziehung zu mir selbst

Wie ist meine Beziehung zu mir selbst? Das hat vor allem etwas mit Selbstannahme zu tun. Kann ich mich so lieben, wie Gott mich geschaffen hat? Kann ich mit David sagen: „Danke Herr, dass du mich so wunderbar gemacht hast!“? (Psalm 139,14)

Oder vergleiche ich mich eher mit anderen, würde gerne das Aussehen, die Begabung, das Alter, die Talente des anderen haben? Wann habe ich, wann hast du, das letzte Mal DANKE gesagt? Denn das schließt ein DANKE für meine Grenzen und Begrenzung ein. Und es bedeutet auch, zu Fehlern und Niederlagen zu stehen, sich selbst verzeihen zu können und andere um Verzeihung zu bitten

2. Die Beziehung zum anderen

Das Gebot der Nächstenliebe klingt ja gut und richtig, doch aber eben auch visionär oder gar utopisch? Jesus, der uns ja sendet, wie er selbst seine Sendung verstand, hat es uns vorgelebt:

* Dienend, nicht herrschend
* Rettend, nicht richtend
* Und immer bei dem, der seine Hilfe braucht

Paulus bringt es auf den Punkt: Das Wichtigste aber ist die Liebe gegenüber dem Nächsten. (Römer 13,8)

Aber kann ich überhaupt den anderen lieben, wenn ich ihn doch sportlich besiegen möchte? Eine uns bei SRS oft gestellte Frage. Eindeutig: JA!! Viele der großen sportlichen Konkurrenten im Spitzensport respektieren sich nicht nur, sondern sind eng befreundet.

Im Englischen heißt „Wettkampf“ competition. Das ist abgeleitet von den lateinischen Wörtern com und petere – gemeinsam etwas erreichen, sich gemeinsam höheren Zielen stellen.

Der andere erwartet ja gerade, dass ich meine beste Leistung bringe, sonst wäre sein eventueller Sieg ja nichts wert und kein echtes Vergleichen. Sich innerhalb der im Sport gegebenen Regeln und Leitlinien zu messen, ist im höchsten Maße den anderen respektierend und achtend.

3. Meine Beziehung zu Gott:
So vieles ließe sich hier sagen. Z.B.: „Auf dass ihr etwas seid zur Ehre Gottes“ (Epheser 1,12a). Da bringt Paulus es wieder auf den Punkt. Mein Handeln, mein Sport, meine Selbstannahme, meine Nächstenliebe, mein Verhalten gegenüber den Konkurrenten, dem Trainer, Funktionär, Schiedsrichter, Sponsor oder Fan. Alles kann und sollte geprägt sein von dem Wunsch, Gott die Ehre zu geben. Dann kann mein Leben bei Gott Freude auslösen:

„Der Herr, dein starker Gott, der Retter, ist bei dir. Begeistert freut er sich an dir. Vor Liebe ist er sprachlos ergriffen und jauchzt doch mit lauten Jubelrufen über dich.“ Zephanja 3,17

Wow! Gott kann sich und möchte sich über mich freuen. Doch der größte Wunsch Gottes ist es, Gemeinschaft mit mir zu haben. Gott freut sich nicht am meisten, wenn wir möglichst erfolgreich, gehorsam und fleißig sind. Oder wenn wir möglichst sparsam und möglichst intensiv für Gott da sind. Sondern Gott freut sich am meisten, wenn wir Gemeinschaft mit ihm haben. Kein Text macht das für mich so deutlich, wie Lukas 15 am Beispiel der beiden Söhne.

Aus dieser engen Gemeinschaft mit ihm kann ich mich selbst annehmen, den anderen lieben und bei Gott Freude über mich auslösen. Was für eine Perspektive für den Sport. Dafür möchte ich, dafür möchten wir bei SRS stehen und einstehen.

Gott segne dich!

Hans-Günter Schmidts
Leiter SRS

Die verankerte Treue 26.02.2017

Die verankerte Treue

Gottes Treue hat ganz andere Dimensionen als die unsere. Sie ist unabhängig von Sympathie und Antipathie. Er ist sich und allem, was er vorhat, vollständig treu. Und er ist es nach seinem uns überlieferten Wort. Dieser verbürgten Treue setzt nun Paulus unsere Untreue gegenüber:

„Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er
kann sich selbst nicht verleugnen.“ 2. Timotheus 2,13

„Das wird noch Folgen haben!“ – Wie schnell kommt uns dieser Satz über die Lippen. „Du wirst schon noch sehen, die Strafe folgt auf dem Fuß!“ Und vor Augen steht dann ein Strafgericht Gottes.

In den Versen zuvor steht scheinbar Paradoxes: „Sind wir mit ihm gestorben, so werden wir auch mit ihm leben. Sind wir standhaft, so werden wir auch mit ihm herrschen. Wenn wir verleugnen, so wird er uns auch verleugnen.“ (2. Timotheus 2, 11b. 12) Darauf folgt nun der heutige Bibelvers. Aber wie passen denn nun Treue und Verleugnen zusammen?

Ergebnisse
Wenn du dich nicht als mitgestorben benimmst, wird es Folgen haben. Deine fleischlichen (d.h. was aus dir selbst herauskommt)  Handlungen werden anderen Kummer machen – und dir. Wenn du ungeduldig deine feste Position als Christ zu einer Sache aufgibst, weil du die Frucht des Geistes (Galater 5,22) zum Beispiel in Sachen Geduld nicht in Anspruch nimmst, wirst du dir und anderen das Leben ebenfalls schwer machen. Und wenn du Jesus grob übergehst – verleugnen heißt, so tun, als gäbe es ihn momentan nicht, kann Gott nicht alle Fünfe gerade sein lassen.

Warum ist das so? Weil er vollständig treu ist. Darum kann es notwendig sein, dich das spüren zu lassen. Natürlich hat er durch deine Untreue nicht seinen Plan und seine Führung mit dir aus dem Auge verloren. Und weil er seinem Vorhaben ebenso treu ist, wird es zum Wachstum im Glauben und zu einer geistlich reifen Persönlichkeit gehören, dass wir es lernen, aufs Wort zu hören – und es auch zu tun. Wir sollen an den Folgen unserer Untreue lernen, dass Gott in Treue zum geschriebenen Wort steht und uns durch das Tun des Wortes seinen Schatz (gerade auch dann noch!) aufschließen möchte.

Deine Untreue soll dich nie in die Verzweiflung, sondern zum Tun des Wortes treiben, in diesem Fall zum Beispiel zu einem solchen: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ (1. Johannes 1, 9)

Verankert
Ist das nicht großartig, dass wir auf diese Weise an Gottes Treue zurechtkommen sollen? Könnte er Untreue nicht einfach übergehen? Nein, die wunden Punkte sollen ja nicht durch eine falsch verstandene Treue Gottes verdeckt gehalten, sondern behoben werden. Um unseres Wachstums willen. Und dies aus seiner unfasslichen  Liebe zu uns heraus. Denn dort sind wir in Wirklichkeit verankert. Fehler aufdecken, sich von jemand Kompetentem etwas sagen lassen, einsehen und richtig anwenden – ist das nicht auch im Sport der Weg zur optimalen Leistung?

Helmfried Riecker

Einzigartig 28.06.2016

Sportandacht – Die Bibel: einzigartig

Mittwoch, 22 Juni 2016

Die Bibel ist ein unvergleichliches, einzigartiges Buch. Wie kein anderes wurde und wird sie geliebt, gehasst, abgeschrieben, gedruckt, vernichtet, verbreitet und verboten. Kein Buch der Weltliteratur hat eine solche Auflage erlebt. Inzwischen ist die Bibel ganz oder teilweise in über 2000 Sprachen und Dialekte übersetzt worden.

Das erste gedruckte Buch der Welt war eine Bibel (1455). Sie ist das bestbezeugte Buch des Altertums überhaupt. Etwa 20.000 Textdokumente biblischer Bücher wurden gefunden. Und die handschriftliche Überlieferung des NeuenTestaments ist besser und umfangreicher belegt, als die jedes andere Werk der Weltliteratur.

„Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger an diese Worte. Sie erkannten, dass alles wahr ist, was in der Heiligen Schrift steht, und sie glaubten, was Jesus ihnen gesagt hatte.“ Johannes 2,22

Wie wichtig dies ist, drückt der Hebräerbrief so aus: „Deshalb müssen wir im höchsten Maß auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.“ (Hebräer 2,1) Wer heute wie die Jünger erkennt, dass es wahr ist, was in der Bibel steht, bekommt einen Blick für das, was letztendlich nicht zum Ziel führen kann. Das kann die bisherige Lebensauffassung sein, Ideologien, Religionen und vieles, was uns für die Verbesserung der Lebensbewältigung versprochen wird.

Ein wichtiges Argument für den Wahrheitsgehalt der Bibel sind die erfüllten Weissagungen. Im Alten Testament wurde vieles über das Leben Jesu vorausgesagt, was sich später genau so erfüllte. Bethlehem wurde bereits 700 Jahre vorher als sein Geburtsort genannt, sein Leiden und Sterben am Kreuz 1000 Jahre zuvor angekündigt. Auch die Zerstreuung des Volkes Israel über die ganze Erde wurde vorausgesagt, ebenso seine Rückkehr nach Palästina und die Neugründung des Staates Israel.

Ein langer roter Faden zieht sich durch das 66 Bücher umfassende Werk: Der Mensch soll Frieden mit Gott finden. In allen biblischen Schriften geht es letztlich um seine Versöhnung mit Gott. Das Neue Testament ist kein isolierter Extrateil, sondern stellt die Erfüllung des Alten dar. Über 350 alttestamentliche Stellen und ungefähr 3500 alttestamentliche Hinweise werden im NT zitiert und interpretiert.

Die Festlegung dessen, was heute den Inhalt der Bibel ausmacht (Kanon) war 393 n. Chr. kein willkürlicher Akt der frühen Kirche. Sie stellt vielmehr ein wunderbares Zeugnis für die Unterwerfung unter das Gesamtkonzept der biblischen Bücher dar. Von Gottes Geist geleitete Frauen und Männer wussten die Spreu vom Weizen zu scheiden – nachdem sich die Gemeinden schon 200 Jahre vorher weitgehend danach gerichtet hatten. Ein Vergleich mit der gesamten übrigen altchristlichen Literatur ergibt, dass für AT und NT keine bessere Auswahl getroffen werden konnte.

Tipps

Es gibt u.a. verschiedene Möglichkeiten, sich mit der Bibel zu beschäftigen. Sie wechseln im Laufe der Jahre, bedingt durch unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten, sowie die zunehmende Reifung im Glauben.

  • Man liest nur zwei bis drei Verse, vielleicht auch laut, prägt sie sich ein und findet einen Leitgedanken. Dieser zieht sich dann wie ein roter Faden durch den Tagesablauf.
  • Man benutzt einen Bibelleseplan. Er garantiert in der Regel, dass man durch die ganze Bibel geführt wird, wenn man ihn „strikt“ befolgt. Dabei geht es meistens um Abschnitte von fünf bis zehn Versen.
  • Man liest die Bibel fortlaufend. Bei wenig Zeit: Ein Kapitel oder weniger aus dem Neuen Testament; bei mehr Zeit: Eins aus dem Neuen und eins oder zwei aus dem Alten. Ist man zum Beispiel durchs Alte Testament durch, fängt man (u.a. gegen die Vergesslichkeit) wieder von vorne an. Lesezeichen zeigen, wo’s am anderen Tag weitergeht. Ein vielleicht nach Jahren wieder gelesener Abschnitt kann in einer neuen Lebenslage völlig neu „sprechen“.
  • Eine zeitgemäße Übersetzung erleichtert Lesen und Verstehen.

Jede dieser und weiterer Methoden haben ihre Berechtigung. Um Überblicke zu gewinnen und Zusammenhänge zu erkennen ist es nützlich, größere Abschnitte zu lesen. Immer ist es hilfreich, Aussagen, die einem wichtig geworden sind, zu unterstreichen. Die Bibel wird zur „Arbeitsbibel“.

Gott hat unerschöpflich viele Möglichkeiten, durch die Bibel zu sprechen. Sie zu lesen ist kein mühsames Muss (z.B. wenn man „keine Lust hat“), sondern eine Notwendigkeit, genauso wie die tägliche Nahrungsaufnahme. Und wann fängt man damit an? Jetzt gleich. Viel Segen damit!

PS: Unsere „Sportlerbibel“ MORE eignet sich als Neues Testament einschließlich ausgewählter Psalmen und den Statements von 30 Sportlern hervorragend für einen Einstieg.

Viele Pläne….aber  02.06.2016

„Der Mensch macht viele Pläne, aber es geschieht, was Gott will.“ Sprüche 19,21

Als Sportler lebe ich mit Plänen: Trainingspläne, Wettkampfpläne, Reisepläne, Behandlungspläne nach Verletzungen. Ich stecke mir Saisonziele, möchte fest zur Startelf gehören, ins Finale kommen, eine Steigerung meiner Bestzeit erreichen, für Weltmeisterschaften nominiert werden oder die Norm schaffen, um an den in diesem Jahr in Rio de Janeiro stattfindenden Olympischen Spielen teilzunehmen. Oder um als Sportmentorin dafür akkreditiert zu werden.

Und dann kommt es doch so anders. Mein Plan erfüllt sich nicht, ich bin nicht mit den Wetterverhältnissen zurechtgekommen, eine Verletzung wirft mich zurück, ich schaffe die Qualifikation nicht, werde nicht nominiert. Die Saison kann ich abhaken – und vielleicht scheinen sogar mehrere Jahre harter Arbeit und besonderer Prioritätensetzung umsonst.

Meine Pläne sind meine Pläne und entsprechen nicht unbedingt Gottes Plänen und Gedanken mit mir und dieser Welt. Und auch wenn ich im Vorfeld gut und gründlich plante, Gott fragte und ihm meine Saisonplanung hinlegte, kommt es manchmal ganz anders. Aber es geschieht, was Gott will.

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Jesaja 55,9

Gott ist Gott und nicht ich. Der Herrscher des Universums handelt souverän und hat das Gesamtbild im Blick, was ich als Mensch gar nicht erfassen kann. Als Menschen stehen wir unter Gottes Willen. Gott lässt auch in meinem Leben Dinge zu, die mich schmerzen, wo meine Pläne und Vorstellungen zerbrechen. Aber mein Schöpfer weiß auch, wie es dann in meinem Herzen und meinen Gedanken aussieht. Psalm 139 beschreibt das gut.

Beim Planen und Leben meiner nächsten Ziele hilft es mir, Gottes Souveränität anzuerkennen und IHM mein Vertrauen auszusprechen, auch wenn ich nicht verstehe, wenn es so anders kommt. Die Psalmen sind voll von Fragen und Klagen Gott gegenüber, aber auch dem Wissen und dem Vertrauen, dass Gott der Allmächtige ist, ein Handelnder und Helfer. Paulus erlebte auf seinen Missionsreisen Gottes Handeln und Führung, auch in den Hindernissen und Widerständen; so taten sich für ihn neue, andere Wege auf. Manchmal wünschte ich mir, konkreteres von seiner Gedankens- und Gefühlswelt dabei zu lesen.

Und wenn es richtig weh tut? Ich darf mich von Gott trösten lassen:

“Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du
doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ Psalm 73,26.

Bettina Schellenberger
SRSprofisport

Erste oder zweite Wahl? 10.04.2016

Sportandacht – Erste oder zweite Wahl?

Freitag, 08 April 2016

Das Team wärmt sich auf dem Platz auf. Der Trainer spricht noch einmal die Taktik durch und nun kommt der spannende Moment: Wer darf von Anfang an spielen? Trotz gutem Training und hoher Motivation sitze ich wieder auf der Auswechselbank.

Wieder gehöre ich nicht zur ersten Wahl, bin nur zweite. Was für ein Gefühl, ständig auf der Bank zu sitzen, zu hoffen, endlich eingewechselt zu werden – und immer warten zu müssen. Da können Minuten vergehen oder sogar Spiele.

Dann ist es soweit! Der Trainer gibt ein Zeichen und der Puls steigt. Jetzt geht’s los, ich gehe auf den Platz. Von 0 auf 100 % alles geben, sonst bin ich sofort wieder draußen, ja keinen Fehler machen. So läuft es im Sport. Aber was ist, wenn ich die 100 % nicht im richtigen Moment abrufen kann? Wenn der Druck immer höher wird? Wenn ich meine persönliche Leistung, die jeder von mir erwartet, heute einfach nicht bringen kann?

Dann kommt es zum innerlichen Kampf mit mir selbst. Ich werde unzufrieden, bin enttäuscht von mir selbst. Und den Sieg über das gewonnene Spiel kann ich nur bedingt mitfeiern. Passe ich überhaupt in dieses Team, bin ich Teil davon, wenn ich immer nur zur zweiten Wahl gehöre? In der Bibel finden wir bei Jesaja 43,4 folgenden Text:

„Weil du so wertvoll bist in meinen Augen, kostbar und einmalig, sollst du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb.“

Was für ermutigende Worte! Jeder ist bei Gott wertvoll. Bei ihm gibt es nur erste Wahl. Er liebt dich so wie du bist und wir sind für ihn so kostbar wie ein Schatz. Du gehörst zu seinem Team und es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln. Vor ihm kannst du so sein wie du bist. Egal, ob du gerade sportliche Erfolge erzielst oder im Leistungstief steckst. Wenn es dir schlecht geht, kannst du jeder Zeit mit ihm sprechen. Du musst nicht warten und dann alles geben, um ihn zu beeindrucken.

Es wird immer Spieler der ersten und der zweiten Wahl geben. Es ist eine schwere Entscheidung für den Trainer, hier die richtige Wahl zu treffen, wer zuerst den Platz betreten darf. Doch im Sport wird jeder gebraucht. Das Team muss zusammenhalten und sich gegenseitig anfeuern und motivieren, nur dann kann es auf Dauer Erfolg haben.

Nehmt die ermutigenden Worte aus Jesaja bewusst mit in die kommende Woche, denn ihr seid wertvoll!

Thomas Seidel
SRS Bereich Gemeinde

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